Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern,

Seit vielen Jahren veranstaltet das Markgrafen-Gymnasium in zeitlicher Nähe zum 27. Januar, dem "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus", eine eigene Veranstaltung, um an das grausame und unmenschliche Schicksal der Millionen Opfer zu erinnern. Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen ist das in diesem Jahr leider nicht möglich.

Doch nicht nur bei Gedenkveranstaltungen ist dieses Erinnern unsere Pflicht, und zwar in zweierlei Hinsicht:

  • allen Opfern gegenüber, um sie nicht zu vergessen, um ihnen in der Erinnerung ein Stück ihrer jeweiligen Individualität und damit ihrer persönlichen Würde zurückzugeben und sie aus der Anonymität der Geschichte herauszuholen.
  • aus unserer Verantwortung für die Zukunft, um allen Versuchen entgegenzutreten, Menschen zu diskriminieren, zu diskreditieren und zu stigmatisieren.

Jeder Einzelne von uns hat die Aufgabe, Verantwortung dafür zu tragen, dass sich diese schrecklichen Ereignisse nie mehr wiederholen, dass es keinerlei Toleranz für Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit, Hass und Rassenwahn gibt.

Wir sehen, wie in ganz Europa Nationalismus propagiert wird und Feindbilder genutzt werden, um die eigene dumpfe Ideologie zu rechtfertigen, wie rechtspopulistische Provokateure den Holocaust relativieren. Die Corona-Pandemie mit ihren Folgen hat diese Entwicklungen noch zusätzlich verstärkt.

Es wäre wunderbar, wenn sich in diesem Jahr möglichst viele Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und Eltern an der Aktion #WeRemember des Jüdischen Weltkongresses und der Unesco beteiligen und ihre dabei erstellten Beiträge danach auch in den sozialen Netzwerken veröffentlichen.

Karlsruhe, Januar 2021      |      Marie-Christine Haas


 

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